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Leben und andere Katastrophen

N° 02 - Über die Unmöglichkeit der Unvoreingenommenheit

28.05.2006 by no_pulse

Ursprünglich wollte ich voller Elan eine Rezension zu „Sakrileg – Der Da Vinci Code“ schreiben. Doch nachdem ich einige Kritiken gesichtet hatte, schien mir das schier unmöglich, da ich durch diesen ganzen Promotionmist völlig emotionsgeladen war.

Wie soll es unser einem denn noch möglich sein, ohne Vorurteile in einen Film zu gehen und diesen einfach auf uns wirken zu lassen?
Seit Wochen werden wir ganz heiß auf diesen Film (den ich einfach mal als Beispiel nutze) gemacht und es ist vollkommen unmöglich, die riesigen Plakate und ellenlangen Vorschauen zu übersehen.
Nun, da „der Film des Jahres“ der Presse vorgestellt wurde, wird er gnadenlos durch den Dreck gezogen, weil er mit dem hochgezogenen Advertising nicht mithalten kann und nicht genauso war, wie es uns die Werbung versprach.

Aber sind wir nicht vielleicht selber Schuld? Mal ehrlich, wer von uns Zuschauern kann wirklich rein vom Gesehenen und Erlebten über den Film urteilen? Es wird euch wundern, aber ich versichere euch, keiner kann das. Die Werbung lässt unsere Erwartungen endlos steigen und die Kritiken legen uns die grausamen und ach-so-schlechten Szenen vor die Augen. Und mit diesen ganzen Eindrücken von Fremden intus besuchen wir dann das Kino und vergleichen den Film mit Werbung und Kritik, ohne dass wir ihn wirklich so wahrnehmen, wie er ist, wie er für uns ist.

Ich meine, Kinobesuche sind ohnehin schon teuer, aber in Anbetracht der oben genannten Umstände reicht es doch eigentlich, wenn die Werbeunternehmen und die Kritiker ihr Geld verdienen. Wozu für den Film zahlen, wenn er in unserem Kopf doch schon geschrieben steht. Mit all seiner Pracht und all seinen Fehlern, ohne Platz für eigene Wahrnehmungen. Denn mehr ist wohl nicht mehr. So gesehen war die ganze Prozedur doch völlig umsonst. Ich will nicht behaupten, dass es mir gelungen ist, den Film völlig frei von allen Umständen zu betrachten und so kann ich mir eigentlich gar nicht anmaßen, darüber eine Kritik zu verfassen, wie es ursprünglich geplant war.

Warum werden die einzelnen Bereiche auch so überspitzt behandelt? Warum nicht einfach den ursprünglichen Sinn verfolgen? Die Werbung erklärt kurz worum es geht und macht uns damit neugierig. Und die Kritiken sagen uns unvoreingenommen, wie sie den Film erlebt haben. Aber dazu müsste man ja erst einmal neutral herangehen.

Es wird also auch zukünftig recht schwierig werden, etwas wahrzunehmen, wie es ist. Das wiederfährt uns mit Sicherheit nicht nur bei Filmen, sondern bei fast jeglichen Dingen, über welche die Öffentlichkeit korrespondiert. Aber dazu bei Gelegenheit mehr.

Viel Spaß im Kino. Kopfkino.

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