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Master´s Logbuch

ML3: Atomausstieg

14.03.2011 by Otti

Es ist grauenerregend, was derzeit in Japan passiert. Die Ereignisse dort machen nahezu sprachlos und ich hoffe, bange und leide mit den Opfern, wenngleich die Situation zu erfassen, für mich und unsereins im "sicheren" Europa, derzeit wohl kaum möglich ist...

Es ist traurig, was derzeit in Deutschland passiert. Mit Erschrecken verfolge ich die durch die Ereignisse angestoßene Diskussion zur Atomenergie. Da winden sich gewisse Politiker, reden, nachdem sie die Laufzeitverlängerung gegen den Willen des Volkes durchgeboxt haben, jetzt davon, dass man die Meiler "so schnell wie möglich" abschalten solle. Das sei ja allen Beteiligten schon immer klar gewesen, behauptet unser Umweltminister Röttgen. Auch andere "Experten" und "Befürworter" parlieren wieder über die "notwendige Übergangstechnologie" und die "hohe Sicherheit in deutschen Atomkraftwerken". Das Restrisiko sei uns aber nun in Japan vor Augen geführt worden, daher müsse man nun eine "neue Debatte" führen und dürfe sich nicht in den "alten parteipolitischen Grabenkämpfen" verlieren.

Nein, hier müssen keine Grabenkämpfe geführt werden, aber bei soviel unverblümter Volksverarsche bekomme ich Magenkrämpfe. Die Partei zum Beispiel "Die Grünen" hat sich bereits vor mehr als 30 Jahren nicht zuletzt mit dem Kernziel gegründet, die Kernenergie abzuschaffen. Auch andere Parteien, Organisationen und Institutionen und nicht zuletzt ein Großteil der Bevölkerung hat sich schon seit vielen Jahren klar gegen die Atomkraft und für alternative und erneuerbare Energiequellen eingesetzt. Vor 25 Jahren hat sich die Katastrophe von Tschernobyl ereignet und abertausenden Menschen das Leben, die Gesundheit und noch vieles mehr gekostet, ein Denkzettel, hätte man meinen sollen... Und doch wurde fast weitergemacht wie bisher. Klar, die Sicherheitsmaßnahmen wurden erhöht, aber sonst? Strom wird in unglaublichem Umfang verschwendet, die nachhaltige Entwicklung erneuerbarer Energieversorgung vor allem unter dem Einfluß gewisser Politiker und Lobbyisten extrem ausgebremst und die Atomkraftgegner als zukunftsfremde Träumer belächelt. Nun diese Kernwende. Übergang? Jahrzehnte hat man hierfür Zeit gehabt, die Risiken und Gefahren als bekannt vor Augen. Weitere Dekaden sind von eben unter "wirtschafts- und energiepolitischen Aspekten" geplant. Und in Angesicht eben jener Katastrophe, derer wir nun alle gewahr werden, soll die "Debatte neu gestartet werden"? Sorry liebe Merkel, Röttgen, Mappus, Wirtschafts-Oberbosse und andere Kernkraft-Befürworter, ihr habt diese Debatte verschlafen, gar ins Abseits zu drängen versucht. Das ist keine zukunftsorientierte, sondern zukunfts- und menschenverachtende Politik, der nun wieder die gleiche Polemik folgt, der ihr uns schon aussetzt, seitdem ich auf dieser Erde weile. Ich habe dieses Geschwafel satt!

Das hat nichts mit Parteipolitik, sondern mit dem gesunden Menschenverstand zu tun, und mit dem Willen, unseren Kindern und Enkelkindern eine Erde zu hinterlassen, die lebenswert ist und auf der sie überlebensfähig sind. Wo nicht jederzeit in unmittelbarer Nachbarschaft ein Kraftwerk explodieren, tausenden Menschen das Leben zerstören und Regionen auf unabsehbare Zeit hinaus unbewohnbar machen kann. Wo nicht irgendwelche alten Brennstäbe jahrtausendelang unterirdisch dahinglühen und irgendwann, durch was für einen Unfall auch immer, ähnliche Folgen hervorrufen können. Atomenerergie ist nicht nur eine Risiko-Technologie, sie ist Gift für unseren Planeten und für uns Menschen, das ist ein unabstreitbarer Fakt. Gift, das seit Jahrzehnten injiziert wird und das immer wieder auch durch brutale Überdosierungen wie in Tschenobyl oder auch nun in Fukushima und den anderen japanischen Atomkraftwerken unkontrolliert Leben kostet.

Bleibt abschließend zu sagen: Ich bin mir sicher, dass es auch innerhalb der CDU, FDP und auch der Reihen der Wirtschaftsfunktionäre genügend vernunftbegabte Menschen gibt, die der Kernkraft abschwören möchten, es geht hier nicht darum zu polarisieren oder zu pauschalisieren. Auch ist, aufgrund der Versäumnisse der Vergangenheit, ein Abschalten der Atomkraftwerke von jetzt auf gleich wohl kaum möglich, zu sehr haben wir Menschen uns darauf eingerichtet, stets mit Strom versorgt zu werden. Aber das darf keine Ausrede sein, sich nun in "Debatten" zu verlieren, die Verantworlichen für diese fehlgeleitete Politik müssen jetzt Verantwortung zeigen und Konsequenzen ziehen. Partei- und grenzübergreifend sollte jetzt ein Plan erstellt werden, um den Atomausstieg umgehend einzuleiten und nicht erst nach Jahrzehnten "vielleicht irgendwann" zu erreichen.

Nicht erneut in fadenscheinigen Debatten verlieren, handeln!

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Otti
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