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Burg Linn

Burg Linn
47809 Krefeld Linn
Deutschland
Art: Burg
Besitzer:

Homepage: http://www.archaeologie-krefeld.de/leiste/museum/museum.htm

Geschichte

Die Burg geht auf einen Wohn- und Wehrturm der Edelherren von Lynn zurück, der im 12. Jahrhundert mit einer Größe von ungefähr 7 m × 13 m an dieser Stelle errichtet wurde. Bereits um das Jahr 1000 herum gab es an dieser Stelle eine Motte, einen künstlichen von einem Wassergraben umgebenen Hügel mit einem durch Palisaden geschützten Wachturm aus Holz. Der erste Ausbau bestand aus einer heute nicht mehr erhaltenen Schildmauer aus Tuffstein an der Nordseite des Burghügels.

Otto von Linn verkaufte die Burg 1188 an den Kölner Erzbischof, behielt sie jedoch als Lehen, bevor er selber als junger Mann am 3. Kreuzzug teilnahm. Inspiriert von der byzantinischen Festungsbaukunst baute Otto nach seiner glücklichen Rückkehr die Burg mit den Erlösen aus Köln weiter aus und ersetzte die schwache Schildmauer durch eine moderne Ringmauer aus Backsteinziegel in ihrer heutigen sechseckigen Form. Der Bau der Mauer dauerte bis 1250. Gerhard von Linn, Ottos Sohn, ließ die Mauer mitte des 13. Jahrhunderts um 3 Meter erhöhen.

Anfang des 14. Jahrhunderts begann dann der Ausbau zur landesherrlichen Verteidigungsanlage. Die Burg gehörte nun zur Grafschaft Kleve. Heinrich von Strünkede war Amtmann der Mechthild von Kleve auf der Burg. Man betrieb Raubrittertum unter anderem gegen das zur Grafschaft Moers gehörige Krefeld.

1477 wurde die Burg von Hermann von Hessen belagert. Ein Jahr später hat man den alten Burggraben zugeschüttet um eine zusätzliche Außenringmauer zu errichten. Davor wurde dann ein neuer Graben angelegt. Während des dreißigjährigen Krieges hat man den Zwischenraum zwischen innerer und äußerer Burgmauer aufgefüllt um der Burg einen starken Außenring zu geben, welcher dem Beschuss mit pulvergeladenen Kanonen standhält. Von der so entstandenen Fläche aus konnte die Burg dann ebenfalls mit solchen Geschützen verteidigt werden.

Kontinuierlich erweitert und mehrmals verstärkt wurde die Burg Linn zu einer der größten Wasserburgen des Niederrheins. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden Burg und Stadt Linn durch Erdwälle und Gräben zu einer einheitlichen Befestigungsanlage mit 5 Bastionen zusammengefasst. Nach heutigen Erkenntnissen geschah der Ausbau in mindestens 2 Abschnitten. Die erste äußere Wehranlage entstand bis 1581, danach verfiel sie nach und nach. Erst um 1620 herum wurde die alte Anlage durch eine neue, viel stärkere mit 5 Bastionen ersetzt. Wie Wehrhaftigkeit der Anlage bewies die Burg Linn bei der Belagerung durch Kurhessen, welche über mehr als vier Wochen andauerte. Am Ende wurde die Burg jedoch erobert und zwischen 1643 und 1645 durch die Eroberer weiter ausgebaut und nochmals verstärkt.

Der größte Teil der heute noch erhaltenen Burganlage stammt original aus dem 13. Jahrhundert, lediglich der Südflügel und die niedrige äußere Wehrmauer gehören in das 15. und 16. Jahrhundert.Während des Spanischen Erbfolgekrieges wurde die Burg komplett zerstört. Bereits im August 1702 wurde die französische Besatzung auf der Burg von kaiserlichen Truppen belagert und schließlich verjagt. Durch den Beschuss ging die Burg in Flammen auf. 1704 brannte sie erneut, und 1715 setzte dann ein Blitz den oberen Schlosshof in Flammen. Die Instandsetzung der völlig ausgebrannten Burg wurde vom dafür zuständigen Linner Amtmann aufgegeben, nicht zuletzt, weil sie ihre strategische Bedeutung verloren hatte. Seit 1728 galt die Burg als unbewohnbar. Es wurde eine Wache gestellt, die in einem eigens zu diesem Zweck errichten Haus am Zugang zur Burg ihren Dienst verrichtete, da die Burg keine geeigneten Räumlichkeiten für eine Wachstube mehr bot. Lediglich der Bergfried wurde noch als Gefängnis benutzt. Aus dieser Zeit stammt auch sein Name „Butterturm“ (von „Büttel“).

Zwischen 1707 und 1708 wurde dafür die 1488 in der Vorburg als Back- und Brauhaus errichteten Gebäude zur „Kellnerei“, dem Amtssitz des kurköllnischen Amtsmannes ausgebaut. Um 1740 ließ Kurfürst Clemens August die Kellnerei zum Jagdschloss umbauen. Clemens August hielt sich jedoch nur sehr selten dort auf.

1794 erklärten die Franzosen unmittelbar nach der Besetzung des Rheinlands die Güter der feindlichen Regierungen zum Eigentum des französischen Staates. Burg und Ländereien wurden veräußert. Das Jagdschlösschen wurde seinerzeit vom Linner Oberkellner von Otten bewohnt.
Seit dem 12. Jahrhundert in kurfürstlichen Besitz wurde die Burg 1806 mitsamt dem Jagdschlösschen, der historischen Zehntscheune und dem großzügigen Umland vom Krefelder Seidenfabrikanten Isaak de Greiff erworben. Isaak de Greiff nutze das Schloss als Sommersitz und in den Wintermonaten als Jagdhaus. Einer seiner Söhne, Johann Philipp de Greiff, erbte das Anwesen und ließ sich hier schon bald darauf mit seiner Familie nieder. Seine Tochter Marianne Rhodius, geb. de Greiff, wuchs hier gemeinsam mit ihrer Schwester Emma auf und bewohnte das Jagdschloss selber noch bis zu ihrem Tode 1902. Marianne Rhodius war eine Nichte von Cornelius de Greiff dem sie den größten Teil ihres Vermögens zu verdanken hatte. Die Burg erbte ihre Cousine Maria Schelleckes.

Als Miterbe und Mitverwalter des Nachlasses von Marianne Rhodius bezog der Justizrat Gustav Schelleckes nach dem ersten Weltkrieg das Jagdschloss auf der Burg Linn. 1924 verkaufte er die Burgruine dann mitsamt dem Jagdschloss und allen weiteren zugehörigen Immobilien für 506.000 Mark an die Stadt Krefeld. Er selbst wohnte aber bis zu seinem Tod 1928 weiterhin im Jagdschloss.

Der Kauf der Liegenschaften durch die Stadt Krefeld fiel in die Amtszeit des damaligen Bürgermeisters, Dr. Johannes Johansen, welcher sich sehr für den Erwerb engagierte.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die mittlerweile zugewucherte und verwilderte Burg dann endlich restauriert und mit zeitgenössischen Möbeln eingerichtet. Heute bietet sie ein unverfälschtes Bild einer mittelalterlichen Burg mit Bergfried, Zinnen, Wassergraben, Türmen, Burgverlies, Kapelle, Palas und einer intakten Vorburg.

Heutige Nutzung

Landesmuseum

Mythen und Sagen

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