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Nachtgeschrei

Der Name "Nachtgeschrei" dürfte wohl schon so manchem Mittelalter-Rocker ein Begriff sein, und auch dem geneigten Nightshade-Leser ist wohl kaum unser Review zu Hoffnungsschimmer, dem Erstling der Band, entgangen sein. Auf der Bühne sind diese sieben Jungs auf jeden Fall schon seit längerem präsent, nun dürften sich nicht nur die eingefleischten Fans übers langersehnte Album freuen.
Um euch "Nachtgeschrei" noch ein wenig näher zu bringen, haben wir einfach mal ein paar Fragen ausgesand, die von Schlagwerker Danu und Gitarrero Tilman ausführlichst beantwortet wurden:

Otti:
Nun ist es also soweit: Euer erstes Album Hoffnungsschimmer erscheint nach 2 Jahren wildem Tourleben. Wie groß war eure Anspannung in den letzten Wochen? Und wie sehr hat euch die Arbeit im Studio gefallen?

Tilman:
Die Anspannung in den letzten Wochen war tatsächlich relativ hoch, aber in einem positiven Sinne. Wir haben wahnsinnig viel Zeit und Energie in das Album gesteckt und haben deswegen natürlich schwer auf den Moment hin gefiebert, an dem man endlich das Ergebnis in Händen hält und seiner Bestimmung zuführen kann, sprich die CD unters Volk bringen. Nun ist die Sache am laufen und wir beobachten die Reaktionen mit großer Neugierde. Von Anspannung kann man jetzt eigentlich nicht mehr reden. Wir haben schon sehr viel positives Feedback bekommen, was uns für die viele Arbeit mehr als entschädigt hat. Natürlich gibt es auch negative Reaktionen, die wir dann besonders genau unter die Lupe nehmen und aus denen wir versuchen zu lernen, solange sie konstruktive Kritik enthalten. Klar können und wollen wir es nicht jedem recht machen, nehmen aber gerne Kritik an, solange wir uns dabei treu bleiben.
Generell würden wir sicherlich das live Spielen jederzeit der Studioarbeit vorziehen, sie hat aber auch ihre schönen Seiten. Es ist ein gutes Gefühl, eine Schaffensphase zusammengefasst auf einer CD in den Händen zu halten. Das ist dann wir eine Art Urkunde. Auch das Ausfeilen von Liedern bei der Aufnahme oder beim Mischen macht mitunter Spaß. Allerdings sind da dann auch relativ bald Grenzen erreicht, an denen wir uns dann ein schnelles Ende herbeisehnen und wieder schnellstmöglich auf die Bühne wollen. Das ist der Punkt, an dem wir momentan sind, und wir freuen uns riesig auf jeden Gig.

Otti:
Was macht denn für euch das besondere an "Nachtgeschrei" aus? Oder anders gefragt: Wie würdet ihr euch einem unbedarften, potentiellen Fan vorstellen?

Tilman:
Einem unbedarften, potentiellen Fan würde ich zu allererst das Genre nennen und die Besetzung aufzählen. Danach könnte man dann versuchen, die Bandbreite der Lieder einzugrenzen. Auf jeden Fall würde ich ihm empfehlen, sich etwas z.B auf Myspace von uns anzuhören. Es ist im Allgemeinen sehr schwer, Musik mit Worten treffend zu beschreiben, zumal sie ja auch jeder anders empfindet. Wir haben als Band einen eigenen Klang, erzeugen eine eigene Atmosphäre, so wie jeder Mensch eine eigene Stimme und den zu ihm gehörigen Charakter hat. Das ist das, was der betreffenden Person gefallen muss. Mit Worten wird man das niemals genau auf den Punkt bringen. Also: Am Besten einfach reinhören und für sich selber ein Urteil fällen.


"Wir versuchen so bodenständig wir möglich einen Schritt nach dem anderen zu machen."

Otti:
Mit euerem Sound schlagt ihr ja genau in die Bresche von Bands wie Letzte Instanz, In Extremo oder Schandmaul. Euere Bandgeschichte ist aber vergleichsweise noch sehr jung, habt ihr euch von den genannten Bands inspirieren lassen? Welche Faszination übt euerer Ansicht nach dieses relativ neue Genre "Mittelalter-/Classic-Rock" auf das Publikum aus?

Tilman:
Bevor wir uns zu Nachtgeschrei zusammengefunden haben, waren wir alle in sehr unterschiedlichen Musikrichtungen tätig. Die Spannweite reicht da von Singer-Songwriter über Folkrock bis Death-Metal.
Keiner von uns war bei Bandgründung ausgezeichneter Fan der genannten Gruppen. Sicherlich kannten wir auch diese Bands und wussten, dass Musik in dieser Besetzung gut funktionieren kann. Der Stil, den Nachtgeschrei spielen, ist aber eher logische Konsequenz aus den einfließenden Neigungen und Erfahrungen als durch Inspiration entstanden. Am Anfang haben wir einfach losgelegt, jeder hat sich mit eingebracht und was dabei herausgekommen ist, kann man auf „Hoffnungsschimmer" hören.
Die Faszination, die diese Musik, dieses Genre ausübt, könnte zum einen von dem besonderen Klang der eher ungewöhnlichen Instrumente ausgehen, der einen besonderen Charme hat. Zum anderen hat man es zum größten Teil mit deutschen Texten zu tun, was zu einer stärkeren Gewichtung der Inhalte führt. Die lassen meist viel Raum für Träumereien und Spiel für die eigene Phantasie.

Otti:
Ihr seid vor kurzem auf dem "Rage against Racism"-Festival in Duisburg aufgetreten.. Wie wichtig ist für euch eine klare Ansage gegen rechts? Und fühlt ihr als Band auch eine politische Verantwortung?

Danu:
Der Gig in Duisburg war eine ziemlich coole Sache. Das Publikum war total gut drauf und hat unseren Gig echt zu einem Erlebnis gemacht. Anfangs waren wir schon sehr skeptisch, wie wir dort ankommen würden, immerhin hat vor uns Dew Scented gespielt, mit denen wir musikalisch ja so ziemlich gar nichts gemeinsam haben.
Eine klare Ansage gegen rechts ist uns natürlich ebenfalls sehr wichtig, was wohl bei jeder Band, die nichts mit dieser Ecke zutun hat, der Fall ist. Darum war es für uns auch eine Selbstverständlichkeit, beim Rage against Racism aufzutreten.
Generell hat aber Politik in unserer Musik nichts verloren. Zwar sind wir textlich sehr breit gefächert und es tauchen auch sozialkritische Themen auf, allerdings wird es klare politische Aussagen in unseren Texten wohl nie geben.

Otti:
Ein besonders eindrucksvoller Song ist meiner Ansicht nach "Drei Lügen". Welche schlechten Erfahrungen habt ihr mit unehrlichen, verlogenen Menschen gemacht?

Danu:
Ich denke jeder Mensch hat schon mal Erfahrungen mit Lügen und Intrigen gemacht, und das haben wir natürlich auch. Darum hat Hotti diesen Song geschrieben.
Spezielle Erlebnisse, die es wert wären an dieser Stelle erzählt zu werden, fallen mir allerdings nicht ein. Ich mag es, wenn die Leute offen und ehrlich mit einem sind, auch wenn es in diesem Moment vielleicht nicht der einfachste Weg ist.

Otti:
Insgesamt habe ich, wenn ich euren Songs lausche, auch immer das Gefühl, auf eine Reise geschickt zu werden, wobei das Ziel und der Grund der Reise ungewiss scheinen. Ihr seid noch nahezu am Anfang euerer Bandgeschichte, habt ihr denn schon ein Ziel vor Augen?

Tilman:
Ein festes Ziel haben wir eigentlich nicht vor Augen. Das Musikbusiness ist viel zu schnelllebig und unberechenbar, als dass man sich feste Ziele stecken kann. Wir werden weiterhin so hart wie möglich an und für Nachtgeschrei arbeiten und jeden Fortschritt, den wir machen, genießen. „Der Weg ist das Ziel" trifft hier glaube ich ganz gut zu. Natürlich wäre es schön, auf der Erfolgsleiter bis ganz oben zu steigen, aber wir versuchen so bodenständig wir möglich einen Schritt nach dem anderen zu machen.

Otti:
Euere bisherigen Gigs, und die aktuell angekündigten, sind fast ausschließlich im Rahmen diverser Festivals. Macht ihr euch schon Gedanken um eine "echte" Clubtour? Und was war bis dato das schönste Live-Erlebnis für euch?

Danu:
Nachdem wir die Festivals im September hinter uns gebracht haben, werden wir im Herbst und Winter einige Clubshows mit unseren Kollegen von Feuerschwanz spielen. Schöne Liveerlebnisse sind immer die richtig großen Events. Mir ist immer noch das „Mittelalter rockt die Burg" Festival 2007 in Königstein sehr positiv in Erinnerung, da dies unser erster Gig auf einer derart großen Bühne und vor so vielen Leuten war. Zudem Schlug nach unserem Gig während Schelmish ein Blitz in die Burganlage ein. Das was natürlich nicht sehr erfreulich, aber es machte das ganz Event umso denkwürdiger. Das Lied „Blitz" von der aktuellen Schelmish Scheibe handelt übrigens von diesem Konzert. Da wir eine Woche später wieder mit Schelmish auf einem Festival spielten, das nach der ersten Band wegen starken Regens abgebrochen wurde, mussten wir uns von Schelmish unterstellen lassen, dass diese Vorfälle an uns liegen. Diese Behauptung haben wir natürlich schwerstens dementiert und alles auf die Schelme geschoben. Schließlich Schlug der Blitz ja bei ihnen und nicht bei uns ein.

Otti:
Groupies oder Geld... Was ist das schlimmere Übel für euch als Rockstars? ;)

Danu:
Ich empfinde nichts von beiden genannten Dingen als schlimmes Übel. Allerdings bekommen wir von beidem wahrscheinlich viel weniger als manche Leute vielleicht glauben. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass sowohl Geld als auch Groupies hier und da für Probleme sorgen können.

Otti:
Sicherlich habt ihr auch von dieser Frau gehört, die in Österreich 24 Jahre lang von ihrem Vater eingesperrt und missbraucht wurde, und deren Kinder teilweise nie vorher das Sonnenlicht gesehen hatten. Das ist nur einer von mehreren ähnlichen Fällen, die in den letzten Jahren ans Tageslicht gekommen sind, was geht in euch vor, wenn ihr sowas hört? Und wieviele solcher Opfer gibt es wohl sonst noch in unserer Gesellschaft?

Danu:
Es ist sehr schockierend, solche Dinge zu hören. Sie erscheinen auf den ersten Blick so unglaublich, dass man kaum glauben kann, dass sie tatsächlich passiert sind. Wahrscheinlich gibt es tatsächlich noch mehr solcher Fälle, die noch nicht ans Tageslicht gekommen sind. Allerdings kann ich da keine Einschätzung über die Zahl geben.

Otti:
Wenn ihr euch einen Stargast zu einem euerer Konzerte einladen könntet, wen würdet ihr nehmen: Michael Schumacher oder Paris Hilton? Und vor allem: Wieso?

Danu:
Paris Hilton oder Michael Schumacher würden in diesem Fall sicherlich nicht mit uns auf einer Bühne stehen. Die musikalischen Fähigkeiten halten sich bei beiden ja schon recht in Grenzen. Ich denke wir würden Herbert Grönemeyer wählen. Wieso? In vielen Reviews taucht der Vergleich von Hottis Stimme zu der von Herbert Grönemeyer auf. Allein um der Sache mal auf den Grund zu gehen und die Stimmen im direkten Vergleich zu hören, würde es sich lohnen ihn einzuladen. Der Promotioneffekt, der dadurch entstünde, wäre sicherlich auch nicht zu verachten.

Otti:
Was, ausser der Musik, sind denn für euch noch "Hoffnungsschimmer" in dieser Welt und Welche Wünsche habt ihr für 2008, die rein gar nichts mit "Nachtgeschrei" zu tun haben?

Tilman:
Da hat wohl jeder von uns seine eigenen Vorstellungen. Wahrscheinlich sind diese zunächst im kleinen privaten Umkreis von jedem von uns zu suchen. Das ist sicherlich ein Thema, mit dem wir manch einen geselligen Abend füllen könnten. Beim einen könnte das ein guter Berufsstart sein, beim anderen dreht es sich um Familie und Beziehung.

Nachtgeschrei nimmt auf jeden Fall einen sehr großen Teil unserer Zeit und Gedanken in Anspruch.

Nachtgeschrei

Art des Interviews: Email
05.06.2008 by Otti

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