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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

SuidAkrA: Gegen Trends und Fremdenfeindlichkeit

Es ist schön, immer wieder neue Entdeckungen machen zu dürfen in der Musikwelt - Auch wenn ich mir im Falle von SuidAkrA gewünscht hätte, schon viel früher bewusst auf diese aufmerksam zu werden. Auf der anderen Seite ist in solch einem Fall die Neugier erst recht geweckt, was meine Motivation zum Interview gleich mal erhöht. Und so kam es, dass ich den Jungs einfach mal einige Fragen geschickt habe, welche sie mir auch ausführlich und interessant beantworteten. Alles Weitere lest einfach selbst. ;)

Otti:
Hallo SuidAkrA, euer zehntes Album Book Of Dowth ist nun gerade erschienen und dürfte die Fans wieder in seinen Bann ziehen. Aber wie ist das bei euch, wenn ihr heute eine Scheibe veröffentlicht, ist das dann überhaupt noch in irgendeiner Weise aufregend?

SuidAkrA:
Es ist für uns immer aufregend wenn eine neue Scheibe am Start ist. Wir arbeiten immer nach der Devise uns immer weiter zu Entwickeln. Es ist für uns immer so als würden wir immer das erste Album der Bandgeschichte schreiben. Um ehrlich zu sein, auch wenn wir die Musik in erster Linie für uns machen, ist uns die Meinung der Fans sehr wichtig, besonders derer, die SuidAkrA’s Entwicklung seit Jahren verfolgen.


"Wir konzentrieren uns voll und ganz auf SuidAkrA und vergleichen oder messen uns nicht an Trends oder ähnlichem."

Otti:
Ich muss ja schändlicherweise gestehen, dass ich bisher mit eurer Musik noch nicht so wirklich in Berührung gekommen bin, ein Umstand den ich jetzt nach Book Of Dowth definitiv korrigieren werde. Wie würdet ihr denn einem Menschen wie mir die Veränderungen seit dem Vorgänger Crógacht in eurem Stil und in eurer Band in etwa beschreiben?

SuidAkrA:
In meinen Augen ist Book Of Dowth härter, melancholischer und Teil düsterer als der Vorgänger, was besonders an dem vorgegebenen lyrischen Konzept liegt. Wir mussten diesmal mehr als zuvor den Spagat zwischen verschiedenen Stimmungen hinbekommen. Ich finde es ist uns ganz gut gelungen. Wir haben neben dem Songwriting vor allem bei der Produktion großen Wert draufgelegt, dass die neue Platte ziemlich fett wird, ohne dabei überproduziert zu wirken.

Otti:
Was mir halt besonders zusagt ist das vielschichtige und abwechslungsreiche Soundspektrum welches ihr hier präsentiert. Wie schafft ihr es denn, beim Songwriting diesen gesunden Mittelweg zwischen Homogenität und musikalischer Vielfalt so konsequent durchzuhalten? Und welche Rolle spielt eure langjährige Erfahrung hierbei?

SuidAkrA:
Um ehrlich zu sein ist die Erfahrung die wir in all den ganzen Jahren gesammelt haben sehr vorteilhaft für das aktuelle Songwriting gewesen. Ich aus meiner Sicht muss sagen, dass wir ein gut eingespieltes Team sind und es hat sich bei uns über all die Jahre ein besseres Gespür für die Kombination des harten Metal und folkigen Einflüssen entwickelt. Diese Erfahrungen treten dazu bei, dass wir von Album zu Album immer mehr Spaß an der Sache haben und immer neue Dinge ausprobieren können.

Otti:
Kernthema ist auch auf Book Of Dowth - wie eigentlich immer bei euch - die keltische Mythologie. Im aktuellen Fall konzentriert ihr euch vor allem auf die aus der irischen Sage entspringenden Fomorians. Könnt ihr für die Leser, die sich mit dem Thema noch nicht befasst haben, kurz erklären worum es sich dabei handelt, und was diese Wesen für euch so faszinierend macht?

SuidAkrA:
Es ist etwas schwierig das gesamte Konzept kurz zu erklären, da die Geschichte diesmal etwas komplexer ausgefallen ist. Daher haben wir auch auf www.suidakra.com eine eigene Rubrik eigerichtet, in der die gesamte Story erzählt wird. Um es mal zu versuchen: Das Buch, welches in der Vergangenheit in der Grabstätte namens "Dowth" begraben wurde, spielt die Hauptrolle in dieser Story. Es beinhaltet die bösen Geister der Fomorians. Im Laufe des Albums wird die Geschichte des Buches, auf der Basis der keltischen Mythologie, erzählt, bevor es bei archeologischen Ausgrabungen in der Zukunft gefunden wird. Dabei werden die Geister der Fomorians freigelassen und wüten über die ganze Erde.

Otti:
Bei Biróg´s Oath habt ihr ungewöhnlicherweise eine Frau ans Mikro gestellt. Zur Identität der Lady konnte ich aber bisher nichts finden... Darf man wissen, wer uns da verzaubert? Und wie kam es dazu?

SuidAkrA:
Die Verantwortliche für den weiblichen Gesang ist Tina Stabel. Tina ist seit Jahren eine gute Freundin von mir und als ich ihren Gesang zum ersten mal gehört habe war ich, obwohl ich weiblichen Gesang im Metal nicht so gut finde, begeistert. Also haben wir 2005 das erste mal mit ihr zusammengearbeitet. Seit dem ist Tina ein fester Bestandteil jedes SuidAkrA Albums. Es war bereits die vierte Zusammenarbeit mit Tina und es gibt für uns keine Zweifel dass wir auch in Zukunft mit ihr arbeiten werden.

Otti:
Wenn ihr so rückblickend den Entstehungsprozess von Book Of Dowth betrachtet, was waren da so die bemerkenswertesten Ereignisse lustiger oder auch anstrengender Art?

SuidAkrA:
Für gewöhnlich nehmen wir während einer Songwriting Phase kaum Konzerte an, damit wir uns vollkommen darauf konzentrieren können. Bei Book Of Dowth war es anders. Wir haben einige Tourneen gespielt, also waren wir gezwungen teilweise unter anderen Umständen neue Ideen zu schreiben. So haben wir z.B. Mag Mell auf unserer Frankreich-Tour im Tourbus geschrieben. War gar nicht so einfach wenn alle 5 min. jemand in die Lounge hinten reinkommt um sich eine neue Jack Daniels Mischung zu machen, hahahaha.
Ansonsten ist alles in gewohnter Weise verlaufen und wir alle hatten jede Menge Spaß beim schreiben des Albums.

Otti:
Ihr habt im Laufe der Jahre mit zahlreichen Labels zusammengearbeitet, Book Of Dowth erscheint nun bei AFM Records, was einen erneuten Wechsel darstellt. Was hat euch zu diesem Schritt bewogen und wie wohl fühlt ihr euch in den Armen eures neuen Partners?

SuidAkrA:
Relativ früh nach der Veröffentlichung von Crógacht haben wir erfahren, dass SPV, die zusammen mit Wacken Records unsere Alben veröffentlichten, den Laden dich machen würden. Zufälliger Weise haben ich den AFM Label Chef Jochen auf unserer USA-Tour in Texas getroffen und sie hatten Interesse an SuidAkrA. So sind wir Zusammengekommen und haben einen Deal ausgehandelt.
Bisher muss ich sagen dass wir mit AFM sehr zufrieden sind! Zwar ist die Zusammenarbeit noch relativ frisch aber sie stehen voll und ganz hinter uns und geben alles.

Otti:
Celtic, Folk und Medieval Metal haben in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt. Man könnte euch wohl als Vorreiter dieser Entwicklung bezeichnen, wie betrachtet ihr denn die extreme Fülle an Bands, die auf diesen Zug aufgesprungen sind?

SuidAkrA:
Um ehrlich zu sein haben wir diesen Trend zwar am Rande mitbekommen, uns aber nicht damit auseinandergesetzt. Unterm Strich ist es doch wie mit jeden Trend. Man hat eine Hand voll guter Bands, plötzlich schiessen Nachfolge-Band wie aus den Boden, die alle gleich klingen und nach einer gewissen Zeit bleiben nur noch wenige übrig. Wir konzentrieren uns voll und ganz auf SuidAkrA und vergleichen oder messen uns nicht an Trends oder ähnlichem.

Otti:
Jetzt geht es wieder auf große Tour durch Europa, zusammen mit Debauchery und Onslaught. Worauf freut ihr euch bei dieser Gelegenheit am meisten?

SuidAkrA:
Debauchery sind nicht mit dabei, sind sind kurzfristig abgesprungen und werden duch die Trash Metaller Final Depravity ersetzt. Wir freuen uns immer, mit Bands auf Tour zu gehen, die wirklich Spaß haben, live zu spielen und das mit der gleichen Leidenschaft tun wie wir. Dies werden dann auch immer erfahrungsmäßig die coolsten Touren! Ansonsten können wir es kaum noch erwarten dem Publikum die neuen Songs um die Ohren zu hauen.

Otti:
Viele Musiker erzählen immer wieder, dass sie trotz der großen Reisen eigentlich wenig von den Ländern und Städten sehen, die sie auf Tour bereisen. Nehmt ihr euch denn auch mal die Zeit, zum Beispiel Helsinki zu erkunden, wenn ihr dort seid?

SuidAkrA:
Das werden wir natürlich versuchen. Wir lieben es so viel wie nur möglich uns anzusehen, da wir auch an anderen Kulturen, Sehenswürdigkeiten interessiert sind. Klar ist es nicht immer einfach, besonders wenn man auf einer Tour ist, wo man jeden Tag eine Show spielt. Da kann es durchaus passieren dass man kurz vor dem Soundcheck ankommt, die Show spielt dann dann ab in den Bus und es geht weiter. Aber ansonsten versuchen wir schon jede freie Minute zu nutzen.


"Ich bin wirklich dankbar für alles was ich mit der Band erleben durfte und weiterhin erleben darf."

Otti:
Im Juni spielt ihr auf einem "Rage Against Racism"-Festival in Duisburg. Wie wichtig ist es euch zu diesem Thema ein klares Statement zu setzen? Was denkt ihr generell zum Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit?

SuidAkrA:
Gerade wir als Band die sich mit verschiedenen Kulturen und Traditionen auch lyrisch beschäftigt lehnen jede Art von Rassismus ab. Deswegen nehmen wir auch Teil an diesen Festival. Grundsätzlich wollen wir keine politischen Statements in unsere Musik haben, da wir keine Moralapostel sind und unsere Musik der Unterhaltung dient. einfliessen zu lassen. Allerdings gibt es Themen wie z.B. den Rassismus wo man klar eine Ausnahme machen muss.

Otti:
Ebenfalls auf dem Plan stehen das Wacken Open Air und das Feuerfänger-Festival - Letzteres liegt mir persönlich schon seit Jahren am Herzen und ich gehe immer wieder gerne hin, gerade auch weil der Veranstalter Daniel jemand ist, der noch aus purer Liebe zur Musik sein Ding durchzieht. Wie wichtig sind solche Menschen in euren Augen für die Entwicklung der Metalszene und des Undergrounds im allgemeinen?

SuidAkrA:
Nun ja, ich denke ohne solche Menschen gäbe es kein Underground und somit auch keine Neuentdeckung an Bands. Es ist doch so wie im Fußball, ohne Nachwuchsarbeit keine neuen Profis und genau das findet im Underground statt. Gerade solche Menschen gehen mit einer größeren Leidenschaft an die Sache als manche großen Veranstalter und dafür bin ich diesen Personen sehr dankbar.

Otti:
Wenn ihr nun mal eure Bandkarriere Revue passieren lasst, gab es da auch Momente wo ihr im nachhinein sagt "Das war ein Fehler" oder "Da hätten wir uns anders entscheiden sollen"? Bereut ihr irgendetwas im Zusammenhang mit SuidAkrA?

SuidAkrA:
Um ehrlich zu sein gibt es wie in jeder Band positive als auch negative Erfahrungen, die wir im Laufe der Zeit gemacht haben. Allerdings bereue ich nichts, denn sowohl die positiven als auch die negativen Dinge haben uns menschlich und musikalisch als Band zu dem gemacht was wir heute sind. Man reift mit jeder Erfahrung die man macht und ich bin wirklich dankbar für alles was ich mit der Band erleben durfte und weiterhin erleben darf.

Otti:
Derzeit passiert wieder extrem viel in der Welt da draußen - Ich sag nur Japan, Syrien, Lybien... Wenn ihr an dieser Stelle drei Wünsche äußern könntet, welche wären das?

SuidAkrA:
Um mal bei den aktuellen Geschenissen zu bleiben ganz klar:

Mehr Respekt und Achtung vor der Natur
Abschaffung aller politischen Unterdrückungen
Dauerhafte Alternativen zur Atomkraft entwickeln

Otti:
Und natürlich sollt ihr auch die letzten Worte haben - Was wolltet ihr schon immer mal den Fans mitteilen, was aber leider noch nie zur Sprache gekommen ist?

SuidAkrA:
Danke allen Fans die SuidAkrA unterstützt haben und zu dem gemacht haben was wir heute sind! Zieht Euch Book Of Dowth rein und ich hoffe wir sehen uns 2011 bei der einen oder anderen SuidAkrA-Show!!! METAL RULES \m/

Website: www.suidakra.com
MySpace: www.myspace.com/suidakra

Art des Interviews: Email
29.03.2011 by Otti

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