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Jesus On Extasy: Aus dem Boden der Tatsachen erwachsen keine Götter

Wenn junge Bands bereits mit ihrem Debüt alle Erwartungen in den Schatten stellen und geradezu einen Hype auslösen, dann stellt das die neuen Himmelsstürmer vor eine Reihe von Problemen. Man muss dem Druck standhalten erneut auf demselben Niveau nachzulegen, dennoch geerdet und sich selbst treu bleiben. Dass das nicht immer einfach ist, haben Jesus On Extasy, die einen solchen Karrierestart hingelegt haben, am eigenen Leib erfahren und gehen offen damit um. Aktuell wartet ihr drittes Album No Gods auf seinen Release und wir hatten die Chance Sänger Dorian zu fragen, wie es um Jesus On Extasy steht und wie die Zukunft aussehen soll.

Nic:
Zuerst einmal vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst ein paar Fragen zu beantworten.
Wie fühlt ihr euch aktuell, wenn die Veröffentlichung des neuen Albums so kurz bevor steht?

Dorian:
Eigentlich sind wir ziemlich entspannt, es ist ja mittlerweile unsere dritte Veröffentlichung und wir haben diesen ganzen VÖ-Stress ja schon zweimal miterlebt. Darüber hinaus ist auch der Druck weg, den Leuten zu gefallen, zumindest was mich angeht. Im Grunde kannst du jetzt eh nichts mehr ändern, also bringt es auch nichts, nervös zu sein. Worauf ich mich wirklich freue, ist das Album in den Händen zu halten, da wir dieses Mal von einem herkömmlichen Booklet mit Songtexten abgesehen und uns für ein kleines Comic entschieden haben. Fabio, unser Grafiker, hat da ganze Arbeit geleistet!

Nic:
Wie sind die bisherigen Reaktionen auf No Gods?

Dorian:
Bislang durchweg positiv, obgleich ich natürlich bei vielen Medien vorsichtig bin, wie deren Kritik einzuschätzen ist. In den "grufti-mainstream-magazinen" hängt die Berichterstattung ja von der Größe der Anzeige ab, die das Label kauft bzw. ob das Label überhaupt eine Anzeige kauft. Und weil man den Kunden natürlich nicht verärgern will, wird dann auch was nettes geschrieben. Vor diesem Hintergrund bin ich halt manchmal skeptisch. Aber ich hoffe, dass ein paar ehrliche Kritiken dabei sind.

Nic:
Wie würdest du selbst das neue Album charakterisieren und wo siehst du die größten Unterschiede zu den Vorgängeralben?

Dorian:
Es ist auf jeden Fall härter als die Vorgänger, hat weniger Schnörkel, ist statt dessen sehr straight.

Nic:
Es heißt ja, dass ihr JOE eigentlich gedanklich schon fast ad acta gelegt hattet. Beschreib doch mal, welche Prozesse während der Aufnahmen wieder für eine Annäherung gesorgt haben.

Dorian:
Wenn man etwas mit viel Arbeit aufgebaut hat, ist es natürlich schwierig, sich davon zu verabschieden. Diese Erkenntnis hatten wir vor dem dritten Album, und wenn wir die nicht gehabt hätten, hätten wir gar nicht erst mit der Produktion anfangen müssen. Natürlich ist bei uns auch jetzt nicht immer alles wunderbar, aber dann reden wir darüber, schreien uns an oder lassen es anders raus.

Nic:
Wie sehen unter den geänderten Vorzeichen eure Pläne für die Zukunft von JOE aus?

Dorian:
Wir wollen in diesem Jahr noch ein paar Shows spielen, verabschieden uns aber dann in eine kreative Pause von ca. einem Jahr, um uns mal die Freiräume zu nehmen, die wir so dringend brauchen. Denn wenn man, wie wir, über 5 Jahre so eng aufeinanderhockt, kommt es unweigerlich zu Spannungen. Wir widmen uns dann eigenen Projekten oder verreisen und tanken Kraft, oder widmen uns Projekten, die vielleicht gar nichts mit Musik zu tun haben. Eine echte Auszeit halt.

Nic:
Der Titelsong No Gods ist wie in Musik gegossene Selbsterkenntnis - wie schwierig ist es, in diesem Business als junge Band mit enormen Erfolg geerdet zu bleiben und wie bekommt man die Bodenhaftung wieder, wenn sie zwischenzeitlich mal verloren geht?

Dorian:
Naja, du hast am Anfang natürlich deine diversen Höhenflüge. Aber genauso schnell merkst du, wie unecht das alles ist, denn im nächsten Monat ist schon wieder jemand anderes auf dem Cover und ein halbes Jahr nach einer Albumveröffentlichung spricht meistens keiner mehr über dich. So wird man dann meistens wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Nic:
Die meisten von euch sind ja auch noch in anderen Bands aktiv. Wie bekommt man das alles zeitlich unter einen Hut?

Dorian:
Ach, das geht eigentlich, wir touren ja mit JOE nicht ununterbrochen, von daher bleibt eigentlich immer genug Zeit für Nebenprojekte. Nur Chai bräuchte 30 Stunden Tage, der ist immer ziemlich eingespannt mit seinen diversen Projekten und Produktionen die er im Studio hat.

Nic:
Ein Großteil der Vorproduktionen zu JOE-Alben läuft ja immer noch in Essen ab und ihr hattet in diesem Jahr auch einen trotz des Wetters tollen Auftritt auf dem Blackfield Festival - als zugezogene Essenerin interessiert mich, wie verbunden ihr dem Ruhrgebiet seid? Und welche Plätze, Cafes oder sonstigen Orte muss man in Essen mal besucht haben?

Dorian:
Ich für meinen Teil bin sehr heimatverbunden. Das Ruhrgebiet wird immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen tragen, dennoch möchte ich natürlich nicht ausschließen irgendwann mal woanders zu wohnen, wenn es die Umstände erfordern. Ich reise sehr gern und habe gemerkt, dass ich mich in Städten wie Dublin, Hamburg oder Stockholm, die am Wasser liegen, wirklich sehr wohl fühle. Das wäre eine schöne Alternative.

Nic:
Songs wie Revenge vom aktuellen Album gehen jedem sofort unter die Haut, der ähnliche Erfahrungen in seinem Leben machen musste. Wie viel von euren Texten ist autobiografisch und woher nehmt ihr sonst noch Inspirationen?

Dorian:
Da steckt manchmal einiges an Autobiographie drin, aber letzten Endes hasse ich es, über meine Texte zu reden. Ein Künstler sollte sein Werk nicht erklären, sondern dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen geben, und genau so empfinde ich auch bei Songtexten. Inspiration ziehe ich aus dem, was ich erlebe, aber auch aus Nachrichten, Filmen oder Büchern.

Nic:
Welche musikalischen Vorbilder oder Helden gibt es, mit denen du gern einmal zusammen arbeiten würdest?

Dorian:
Das Problem mit Helden ist: Wenn man sie trifft, sind es keine Helden mehr. Im schlimmsten Fall merkst du, was für ein Idiot dein Vorbild im echten Leben ist. Darum bin ich in der Beziehung wunschlos glücklich.

Nic:
Die letzten Worte gehören obligatorisch immer dem Befragten. Was möchtest du gern loswerden, der Welt oder euren Fans auf den Weg mitgeben?

Dorian:
Egal wo ihr seid: Immer Kondome benutzen!

www.jesusonextasy.net

Art des Interviews: Email
24.08.2010 by Brummelhexe

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